Summer-Rolls mit Hühnchen, Spargel und Avocado

Summer-Rolls mit Hühnchen, Spargel und Avocado

Summer-Rolls mit Hühnchen, Spargel und Avocado

05. Juni 2016

Diese appetitlichen, leichten Röllchen mit knackigem Salat, cremiger Avocado und sanft gebratenem Hühnchen sind eines meiner Lieblingsgerichte. Sie sind schnell gemacht, gut vorzubereiten, gesund und leicht. Vor allen Dingen sehen sie aus, wie der Sommer selbst: Bunt, verlockend, vielversprechend. Man kann unendlich viele Variationen kreieren, je nachdem, was man an Gemüsen oder Fleisch zur Hand hat. Selbstverständlich ist Fleisch kein Muss. Als Einstieg empfehle ich heute Hühnchen, Spargel und Avocado als Füllung. Dazu zwei blitzschnelle, pikante Dips. Fröhliches Rollen!

Ich bin versessen auf Röllchen aller Art. Ob das nun Spitzkohlrouladen sind, mit zarter Fleisch- oder Fischfüllung, Wirsingrouladen mit kräftiger Farce und Speckhülle oder Mangoldröllchen mit Grünkernfüllung. Ob klein oder groß, ich nehme sie, wie sie kommen. Ein Favorit seit Kindertagen sind Spargelröllchen: weißer Spargel mit zartem Kochschinken, grüner Spargel mit feinstem luftgetrockneten Schinken. Sie haben im Laufe der Jahre einen Modernisierungsprozess durchlaufen, Mayonnaise ist aber immer noch drin. Ich liebe Mayonnaise, und ich liebe Röllchen. Ich wickele und rolle mit viel Pläsir und bin in meinem Element. Eingewickelt wird in Reispapier, in Tortillas, in Pfannkuchen oder einfach nur in Gemüse- oder Salatblätter. Manchmal nehme ich auch Filoteig und frittiere die Röllchen knusprig. Auch super lecker. Hauptsache, ich kann etwas einpacken. Man bringt leckerste Dinge in eine Hülle, stellt sie bereit, kann sich auf einen schönen Imbiss freuen. Einen kleinen unterhaltenden Faktor bieten die Röllchen zudem, denn Gäste wissen ja nicht genau, was sich im Inneren verbirgt. Überraschung!

Zurück zu den „Summerrolls“. Seit letztem Sommer praktiziere ich etwas für mich bis dahin Unvorstellbares: Ich stehe früh auf! Wirklich früh, so um vier oder fünf Uhr. Nein, nicht immer. Um Gottes Willen! Aber am Wochenende, wenn das Wetter schön ist. Draußen sitzen, den Vögeln zuhören und einfach die Stille genießen, wenn alle anderen noch träumen, wenn es noch angenehm kühl ist und gut riecht. Eine schöne Tasse Tee braue ich mir dazu, und der Kindle liegt in Reichweite, kommt aber meist nicht zum Einsatz. Und das Allerschönste: Nach einiger Zeit kehrt eine gemütliche Schläfrigkeit zurück, und ich schlüpfe dann voller Vorfreude auf einen schönen Tag nochmal in die weichen Federn. Der Liebste hat gar nicht gemerkt, dass ich weg war! Gott ist das herrlich!

Am letzten Samstag war nur eben durchwachsenes Wetter angekündigt und es sollte sich mittags eintrüben. Da ich also die schönen Morgenstunden unbedingt nutzen wollte, platzierte ich mich um Punkt halb fünf auf meinem Lieblingssessel mit Blick über das Tal. Und kam auf die Idee mit den „Summerrolls“. Ich würde sie am Morgen rasch rollen und leckere Dips dazu anrühren. Sie dann in die Kühlung stellen, und wir könnten uns nach Herzenslust bedienen. Vormittags mit dem einen oder anderen Tee, gegen Nachmittag dann mit einem Hugo! Ich könnte den ganzen Tag mit Lesen verbringen. Zurzeit bin ich schwer begeistert von „Der Junge, der Träume schenkte“ von Luca Di Fulvio. Es geht in dem Buch um den Traum von einem besseren Leben in Amerika. Ich kann es nicht abwarten zu erfahren, ob sich dieser Traum erfüllt. Schön wäre es!

Die Röllchen wurden auf knackigem Salat mit marinierten Glasnudeln drapiert. Dazu kamen ein Erdnuss-Aprikosen- und ein scharfer Pflaumendip. Eine Handvoll selbst gezogene Radieschen-Sprossen (ein Beet Kresse aus dem Supermarkt tut es auch), Avocado-Spalten, und angeröstete Cashewkerne rundeten das Ganze ab. Zum Schluss, vor dem Essen, zog ich noch einige Stiele Basilikum (ausnahmsweise einmal keinen Koriander!) durch eine ganz leichte Vinaigrette und gab sie als Garnitur dazu. In die restliche Vinaigrette rührte ich etwas Erdnussöl und habe die verbliebenen Glasnudeln darin gewendet.

Die Summer-Rolls

  1. Alle benötigten Zutaten bereitstellen.
  2. Aus den Ölen, Sojasauce, Mirin, Knoblauch und Limettensaft sowie Abrieb eine Marinade rühren.
  3. Reispapier anfeuchten. Nacheinander die Blätter mit Wasser bepinseln und sofort verwenden.
  4. Nun alles Befüllen und mit Marinade beträufeln.

Die Dips

  1. Brühe, Sojasauce und Teriyaki-Sauce auf zwei Schälchen verteilen.
  2. Für den scharfen Pflaumendip klein gehackte Chili,  Knoblauch und  Pflaumensauce dazugeben.
  3. Für den Erdnuss-Aprikosendip kommen zur vorbereiteten Grundsauce die Sweet-Chili-Sauce, Aprikosenmarmelade, gehackte Aprikosen und  Erdnussbutter hinzu.
  4. Ein Salatbett vorbereiten. Röllchen mittig durchschneiden und darauf drapieren.
  5. Mit Glasnudeln, restlichen Gemüsen, Avocadospalten belegen und mit Marinade beträufeln. Cashewnüsse, Radieschensprossen und leicht mariniertes Basilikum darauf garnieren.

Die Summer-Rolls

Alle benötigten Zutaten bereitstellen. Aus den beiden Ölen, der Sojasauce, dem Mirin, Knoblauch und einem kräftigen Spritzer Limettensaft sowie ein wenig Abrieb von der Schale eine Marinade rühren.

Und nun kann es losgehen:

Das Reispapier muss befeuchtet werden und zum Verarbeiten weich sein. Dazu legt man es auf ein feuchtes Küchenhandtuch, das zunächst in Essigwasser ausgekocht werden muss! Hier bin ich gebranntes Kind, denn ich musste einmal eine höchst aufwändig hergestellte Brühe entsorgen, weil sie beim Klärvorgang eine leichte Waschmittelnote angenommen hatte … Küchenkrepp kann man schlecht bis überhaupt nicht nehmen, denn dann bekommt man das Reispapier nicht mehr hochgenommen! Nacheinander die Blätter mit Wasser bepinseln und sofort verwenden. Die restlichen Blätter gleich wieder abdecken, damit sie nicht austrocknen. Das passiert sehr schnell!

Grundsätzlich gilt für die Menge an Reispapier – zumindest nach meiner Vorstellung – so wenig als möglich zu verwenden, damit die Hülle schön und leicht transparent bleibt. Das gelingt aber nicht immer. Je nach Qualität der Reispapier-Blätter muss man zwei davon verwenden, damit das Ganze stabil wird und nicht aufreißt.

Nun alles schön Befüllen und mit etwas von der Marinade beträufeln. Wenn alle Röllchen fertig sind und man sie nicht gleich aufisst, wiederum dafür sorgen, dass sie nicht austrocknen und in den Kühler geben.

Die Dips

Die Brühe, Sojasauce und Teriyaki-Sauce auf zwei Schälchen verteilen. Für den scharfen Pflaumendip kommt nun die klein gehackte Chili (nach Geschmack dosieren), etwas Knoblauch und die Pflaumensauce dazu. Diese Sauce kaufe ich im Asia-Laden und verwende sie für Vieles. Hat man sie nicht greifbar, holt man sich ein Glas Pflaumenmus und verwendet das. Das schmeckt ebenso lecker. Wer den Dip gerne etwas sämig hat, kann die Zutaten mit etwas Speisestärke aufkochen.

Für den Erdnuss-Aprikosendip kommen zu der vorbereiteten Grundsauce die Sweet-Chili-Sauce, die Aprikosenmarmelade, die gehackten Aprikosen und die Erdnussbutter hinzu.

Zum Anrichten ein Salatbett vorbereiten. Die Röllchen mittig durchschneiden und schön darauf drapieren. Mit den restlichen Glasnudeln, restlichen Gemüsen, Avocadospalten belegen und mit der restlichen Marinade beträufeln. Die Cashewnüsse, die Radieschensprossen und das leicht marinierte Basilikum darauf garnieren und genießen!

(Für 2 Personen oder 4 als Vorspeise)

Die Summer-Rolls

Menge Zutat
1 Hähnchenbrust (pochiert)
10 Stangen grüner Spargel (blanchiert)
2 Möhren, in feine Stifte geschnitten (blanchiert)
1 Packung feine Glasnudeln (gegart)
2 Römersalate
1 Radicchio-Salat
2 Avocado (in Segmenten)
1 Bund Basilikum
8 Blatt Reispapier
2 EL geröstetes Sesamöl
2 EL Sonnenblumenöl
6 EL helle Sojasauce
4 EL Mirin
1 Knoblauchzehe
1 Bio Limette

Die Dips

Menge Zutat
½ Tasse Geflügelbrühe
8 EL Sojasauce
4 EL Teriyaki-Sauce
6 EL Sweet-Chili-Sauce
1 Chilischote
4 EL Pflaumensauce (Asia-Laden)
2 EL Aprikosenmarmelade
4 - 6 gehackte Soft-Aprikosen
2 EL Erdnussbutter

Diese Seite wurde zuletzt am 25.09.2018 um 20:27 Uhr aktualisiert.

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