Rindercurry mit Bohnen und Möhren
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Rindercurry mit Bohnen und Möhren

Rindercurry mit Bohnen und Möhren

21. Juli 2015

Dieses Gericht lebt von der Güte des Fleisches. Leider ist es so, dass man sich heute in den Metzgereien beziehungsweise deren Zulieferbetrieben nicht mehr die Zeit nimmt, das Fleisch ordentlich reifen zu lassen. Man hört oft, der Kunde wolle frisches, leuchtend rotes Fleisch. Das abgehangene, dunklere Fleisch sei vielen Käufern nicht appetitlich genug. Was für ein Unsinn! In anderen Ländern, zum Beispiel bei unseren französischen Nachbarn, sieht man das ganz anders. In der Metzgerei meines Vertrauens Gott sei Dank auch. Da bekomme ich gut 4 Wochen abgehangenes Rindfleisch. Außerdem weiß ich, von welchem Hof die Tiere stammen, und dass sie ein gutes Leben hatten.

Hat man nicht das Glück, eine solche Metzgerei in seiner Nähe zu haben, kann man sich damit behelfen, dass man das Fleisch in einen ausreichend großen Edelstahltopf mit Deckel gibt, und zuhause im Kühlschrank nachreifen lässt. Täglich lüften und wenden und warten, bis das Fleisch schön dunkel ist. Nur dann wird es mürbe und butterzart. Auf keinen Fall das Fleisch in einem Plastikbeutel oder einer hermetisch abgeriegelten Frischhaltebox aufbewahren. Dann verdirbt es. Es ist für den Reifeprozess wichtig, dass etwas Luft mit im Spiel ist. Das Fleisch vor dem Verwenden gut abspülen und trocken tupfen.

Das Zusammenspiel von Bohnen und Möhren, vor allen Dingen im Sommer, wenn sie jung und knackig sind, ist so beeindruckend wie einfach. Da ich diese Kombination schon in meiner Kindheit geliebt habe, greife ich immer wieder gerne darauf zurück. Als Alternative zur klassischen Rezeptur, wie hier geschehen, auch öfter für ein Curry-Gericht. Beide Gemüse harmonieren wunderbar mit der Schärfe der Curry-Paste und der ausgleichenden Milde der Kokosmilch. Der „Tofu rosso“, den ich jüngst im Bio-Laden entdeckt habe, bringt durch seine raffinierte Schärfe in Kombination mit einer leicht cremigen Konsistenz ein sehr ungewöhnliches Geschmackserlebnis mit. Alles zusammen genommen ein zwar einfaches, jedoch raffiniertes Gericht!

 

  1. Bohnen verlesen und in mundgerechte Form bringen. Speckbohnen in Rauten schneiden. Weich garen. Abtropfen lassen.
  2. Möhren putzen und in Segmente schneiden. Ebenso die Zwiebel.
  3. Knoblauch, Chili und Ingwer fein hacken. In Olivenöl anschwitzen und Möhrenstifte hinzufügen. Mit Zucker und Tomatenmark karamellisieren lassen. Würzen und mit Gemüsebrühe ablöschen. Möhren angaren.
  4. Vorgegarte Bohnen hinzufügen und Kokosmilch angießen. Currypaste verrühren. Köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz des Gemüses erreicht ist.
  5. Kurz vor dem Servieren Tofu unterheben.
  6. Fleisch in Streifchen schneiden. Mit Speisestärke bestäuben und einmassieren. Etwas stehen lassen.
  7. Pfanne erhitzen. Butterschmalz hinzufügen und Fleischstreifen knusprig anbraten. Würzen. Im Backofen nachziehen lassen.
  8. Nüsse anrösten und beiseite stellen.
  9. Fleisch unter die Gemüse heben. Abschmecken. Unmittelbar vor dem Servieren Kräuter unterheben. Mit den gerösteten Nüssen bestreuen.

Die Bohnen verlesen und in mundgerechte Form bringen. Die flachen Speckbohnen z. B. in Rauten schneiden. In reichlich gesalzenem Wasser nicht zu weich garen. Abtropfen lassen.

Die Möhren putzen und in feine Segmente schneiden. Ebenso die Zwiebel. Knoblauch, Chili und Ingwer fein hacken. In 3 EL Olivenöl anschwitzen und die Möhrenstifte hinzufügen. Mit dem Zucker und dem Tomatenmark leicht karamellisieren lassen. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und mit wenig Gemüsebrühe ablöschen. Den Deckel aufsetzen und die Möhren angaren (kurz vor al dente). Dann die vorgegarten Bohnen hinzufügen und die Kokosmilch angießen. Die Currypaste verrühren. Leise köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz des Gemüses erreicht ist. Wer die Sauce etwas dicklicher haben möchte, bindet sie mit etwas Speisestärke ab. Kurz vor dem Servieren den in Würfel geschnittenen Tofu unterheben, damit er sich erwärmen kann.

Das zimmerwarme Fleisch in Streifchen schneiden. Mit der Speisestärke bestäuben und sanft einmassieren. Etwas stehen lassen. Die Speisestärke unterstützt die beim Anbraten entstehenden Röstaromen, und das Fleisch wird zusätzlich geschützt und bleibt noch saftiger.
Eine Edelstahlpfanne erhitzen. Butterschmalz hinzufügen und die Fleischstreifen darin knusprig anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Auf einen Teller geben und im 80 °C warmen Backofen leise Nachziehen lassen. Nicht in Alufolie wickeln, sonst schwitzt das Fleisch.
Nüsse in einer Pfanne anrösten und beiseite stellen.
Das Fleisch unter die Gemüse heben. Mit Salz und Pfeffer und dem Sesamöl abschmecken. Unmittelbar vor dem Servieren die die gehackten Kräuter unterheben. Mit den gerösteten Nüssen bestreuen.

Dazu passen Basmatireis oder Glasnudeln.

(Für 4 Personen)

Menge Zutat
500 g grüne Bohnen (im Sommer vom Wochenmarkt, ansonten 400 g TK Bohnen)
300 g Möhren
1 rote Zwiebel
2 TL Zucker
1 EL Tomatenmark
2 Knoblauchzehen (wenn möglich, aus einer jungen Knolle)
1 Stück Ingwer
1 rote Chilschote
2 bis 3 EL Gemüsebrühe
600 g Rinderhüftsteak (Bio-Qualität und gut abgehangen)
2 TL Speisestärke
2 TL Paprika, edelsüß
3 EL Olivenöl
2 EL Butterschmalz
Einige Spritzer geröstetes Sesamöl
1 TL rote Currypaste (Asialaden oder Supermarkt)
1 Dose Kokosmilch

½ Bund

Blattpetersilie

½ Bund

Koriander
  Salz
  Pfeffer
1 gute Hand voll Cashew- oder Erdnusskerne
100 g Tofu Rosso (Bio-Laden)

Tipp

Wenn du mal viel Zeit hast, kümmere dich um deinen Vorrat. Die Mischung als Chili, Ingwer und Knoblauch braucht man sehr häufig. Eigentlich immer für asiatische Gerichte. Befülle ein Schraubglas mit den drei klein gehackten Zutaten. Gib neutrales Öl hinein, bis die Würfelchen abgedeckt sind. Nun kannst du die Mischung, die bei uns zuhause „Speed“ heißt, im Kühlschrank lagern. Das Ganze zieht durch und verbindet sich sehr harmonisch. Das Öl bekommt einen schönen Geschmack. Für das jeweilige Gericht dann die gewünschte Menge entnehmen. Das Öl zum Anbraten nutzen. Herrlich!

Diese Seite wurde zuletzt am 04.08.2018 um 18:14 Uhr aktualisiert.

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