Weihnachtsbäckerei

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10. Dezember 2016

In der Weihnachtsbäckerei ...
Also in unserer Küche herrscht jeden Advent für drei bis vier Tage der Ausnahmezustand. Im besten Sinne. Es duftet, und es entstehen Köstlichkeiten, die man kaum beschreiben kann. Ich versuche es trotzdem. Die bescheidenen Einwendungen, "das Alles sei doch kein Hexenwerk!", ignoriere ich. Schmunzelnd und genießend.

Alle Jahre wieder freuen wir uns an der Weihnachtsbäckerei. Als Kind war ich so versessen darauf, dass ich mich nicht nur in unserer eigenen Backstube eingebracht, sondern mich auch – mit einem Kittelschürzchen im Gepäck – bei Oma und Tante eingefunden habe, wenn es soweit war. Mit viel Vorfreude erwartete ich diese schöne Zeit stets. Wie aufregend es alleine schon war, wenn meine Mutter nach und nach die Zutaten gekauft und gelagert hat. Das fühlte sich so vielversprechend an. Dann wurde das abgenutzte Rezeptbuch hervorgeholt, die diversen Förmchen, Bleche und Gitter bereitgestellt und der Fleischwolf mit dem Aufsatz für das Spritzgebackene bestückt. Und los ging es!

Heute freue ich mich natürlich auch auf die Weihnachtsbäckerei, jedoch nicht mehr mit dem kindlichen Eifer von damals. Leider ist man als Erwachsener oftmals nicht in der Lage, diese herrliche Unbefangenheit herzustellen und sich so vorbehaltslos zu freuen, wie es die Kleinen können. Jedoch empfinde ich dieses glückliche Gefühl aus der Erinnerung heraus immer wieder nach. Es ist gewissermaßen abgespeichert und wird mir für immer zum Abrufen bereitstehen. Das ist tröstlich und wunderschön!

Weihnachtsbäckerei

Es wurden stets die traditionellen Plätzchen gebacken, da gab es gar kein Nachdenken: Ausgestochenes, Spritzgebackenes, Anisplätzchen, Kokos- und Haselnussmakronen, Wolfszähne, Schwarz-Weiß-Gebäck und vieles mehr. Außerdem gehörten auch Königskuchen und Gewürzkuchen in die Weihnachtsbäckerei. Stollen sowieso. Zu den traditionellen Plätzchen kamen jedoch auch immer wieder neue Rezepturen hinzu. Denn das brachte eine gewisse Spannung ins Spiel, und man konnte Familie und Verwandtschaft mit bislang noch nicht bekannten Kreationen überraschen.

Wichtig war dabei übrigens, den richtigen Zeitpunkt für das Backprogramm zu erwischen. Denn einerseits gehörten Weihnachtsplätzchen unbedingt auch schon in die Adventszeit. Möglichst von Anfang an. Dann jedoch waren sie an Weihnachten entweder schon alle verputzt, oder man hatte sich schon überfuttert und mochte keine Plätzchen mehr sehen. Die Wahrheit liegt zwischenzeitlich „in der Mitte“. Am Samstag des ersten Advents werden die Zutatenberge ins Haus geholt, ab dem zweiten Advent wird gebacken.

Bei uns übernimmt die komplette Weihnachtsbäckerei der beste aller Ehemänner. Ich bin für drei bis vier Tage aus der Küche verbannt. In dieser Zeit wird dann auch nicht gekocht, sondern aufgetaut. Das ist auch eine Tradition geworden.

 

Weihnachtsbäckerei

Es entsteht eine Reihe köstlicher Plätzchen, die ich euch im – heute sehr langen -Rezeptteil – vorstellen werde. Ich liebe die „Kokosvulkane“, die  mit rotem Johannisbeergelee gefüllt werden. Aus diesem Anlass wurde eigens eine Marinier-Spritze angeschafft, um die winzigen Mulden möglichst exakt befüllen zu können. Die „Oberpfälzer Haferplätzchen“ sind ganz einfach und schmecken herrlich nach angerösteten Haferflocken. Ein Duft, der – wie ich finde – Kindheit pur ist und über einfach alles hinweg trösten kann!

Die „Kürbiskernecken“ haben als Grundlage einen Spekulatius-Mürbeteig und die Kombination aus dem knusprigen Boden und der sahnigen und dennoch knackigen Kürbiskernmasse ist bestechend. Der Hammer sind die aufwändigen „Kräuterprinten“, für die schon Tage vor dem Backen der Vorteig angesetzt werden muss. Sie punkten mit allerlei Gewürzen und einer schönen weichen Krume, die im Kontrast zu der knackigen Glasur steht. Der Oberkick wird durch „Grümmelkandis“ erzeugt. Diese Zuckersorte schmilzt beim Backen nicht und man hat bei Essen einen herrlichen, sehr überraschenden Knuspereffekt. Die kleinen „Mini-Fruitcakes“, die in ihren Plisseeröcken gar putzig anzuschauen sind, werden herrlich saftig und wohlschmeckend und sind jeweils mit einer Pekannuss gekrönt.

Unser Christstollenrezept haben wir uns im Laufe der Jahre gewissermaßen selbst entwickelt. Zunächst  kamen diverse klassische Rezepturen zum Einsatz, die aber nie so wurden, wie wir es uns gewünscht hätten. Mal war das Gebäck zu trocken, mal war das Aroma nicht rund. Mal war uns die Buttermenge zu viel und von Marzipan haben wir auch Abstand genommen. Die letzte Abwandlung stammt nun von 2014 und der Liebste schrieb auf das Rezeptblatt „Schmeckt toll!!! Besser als alle Klassiker“. Wir haben uns dazu entschieden, keinen Christstollen in der herkömmlichen Größe herzustellen, sondern "Stollenkonfekt". Mundgerechten Stollen also. Häppchen statt Scheiben.

Ebenso verfahren wir mit dem „Gewürzkuchen“, den wir nach einem ganz besonderen Rezept einer guten Freundin backen. Er ist nicht so dunkel, wie man das von Gewürzkuchen kennt. Besondere Zutaten sind Safran, kandierter Ingwer und „Ginger and Bread Gewürz“, das man im Internet bei jedem guten Gewürzhandel bestellen kann. Auch hier backen wir kleine statt große Küchlein. Diesmal jedoch nicht mit Hilfe der Muffinsform, wie bei den "Mini-Fruitcakes", sondern mit meinem Backblech für kleine, rechteckige Pasteten von der Firma Lakeland. Ein solches Blech, das herausnehmbare Böden hat und mit einem genau passenden Stempel zum exakten Befüllen ausgestattet ist, sollte jeder im Haus haben, der gerne bäckt oder kocht. Es ist vielfältig einsetzbar für Süßes und Deftiges, und die Größe der kleinen „Barren“ ist genau richtig.

 

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Nachdem mehrere Tage in der ganzen Wohnung üppig beladene Kuchengitter und Tupper-Boxen herumstanden, geht es nun ans „finale Packen“. Denn die wenigsten der Plätzchen essen wir selber. Es werden kleine Tütchen gepackt, selbstverständlich getrennt nach Sorten, damit sich keine ungewollten Aromenvermischungen ergeben können. Die Tütchen werden befüllt, mit weihnachtlichen Geschenkebändchen verschlossen und mit kleinen Namens-Aufklebern der jeweiligen Sorte  versehen.

Dann geht es ans Verteilen und Verschenken. Das macht dem Liebsten die meiste Freude, denn er ist ein überaus großherziger Zeitgenosse. Bedacht werden neben der Familie natürlich Freunde, aber auch Nachbarn und Kollegen. Getreu nach der weihnachtlichen Aufforderung, von Herzen Freude zu schenken. Nun kann ich es an dieser Stelle nicht sein lassen, eines meiner Lieblingsgedichte von Joachim Ringelnatz aufzusagen:

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei
Was in dir wohnt,
An Meinung, Geschmack und Humor,
So dass die eigene Freude zuvor
Dich reichlich belohnt.

Schenke groß und klein,
Aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten
Die Gaben wiegen,
Sei dein Gewissen rein.

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
Dass dein Geschenk
Du selber bist.

Kokosvulkane

  1. Zitrone waschen, abtrocknen und Schale abreiben. Saft auspressen.
  2. Eiweiß und Zitronensaft steif schlagen. Zucker nach und nach einrieseln lassen. Weiterschlagen.
  3. Zitronenschale und Quark unterrühren. Kokosraspeln unterheben.
  4. Kleine Häufchen auf ein Blech setzen und backen.
  5. In die noch warmen Makronen Mulden drücken.
  6. Mit Puderzucker bestreuen.
  7. Gelee in die Mulden füllen.

Oberpfälzer Haferplätzchen

  1. Butter, Haferflocken und Zucker anrösten, aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.
  2. Restlichen Zucker, Eier und eine Prise Salz dicklich-schaumig aufschlagen.
  3. Mehl und Backpulver mit den Haferflocken mischen und unter die Eimasse heben.
  4. Kleine Häufchen auf ein Blech setzen und backen.

Kürbiskernecken

  1. Mehl, Mandeln, Spekulatiusgewürz, Zucker, Butter, eine Prise Salz und Eigelb zügig zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Teig flach drücken, kalt stellen.
  2. Mürbeteig auf Backpapier ausrollen und auf ein Backblech befördern.
  3. Im vorgeheizten Backofen vorbacken. Auskühlen lassen.
  4. Für die Kürbiskernmasse Sahne, Honig, Butter und Zucker aufkochen lassen.
  5. Kürbiskerne zugeben und nochmals aufkochen lassen.
  6. Kürbiskernmasse auf dem Mürbeteig gleichmäßig verstreichen.
  7. Im vorgeheizten Backofen backen.
  8. Auskühlen lassen und in Rechtecke schneiden.

Gewürzprinten

  1. Drei Tage vor dem Backen den Vorteig ansetzen: Honig erwärmen und auflösen. Mehlsorten unterrühren, bis eine glatte Masse entstanden ist. Abgedeckt kühl stellen.
  2. Zwei Tage vor dem Backen die Feigen hacken und in Rum einlegen.
  3. Einen Tag vorher den Hauptteig zubereiten: Sirup und Zucker erwärmen, bis alle Zuckerkristalle gelöst sind. Butter darin auflösen. Masse erkalten lassen.
  4. Vorteig in kleine Stücke schneiden und unter die Zucker-Buttermasse rühren.
  5. Ei, Kandis, Gewürze, Rumfeigen und Mehl zugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Pottasche und Hirschhornsalz unterkneten. Teig über Nacht kalt stellen.
  6. Teig ausrollen und in rechteckige Streifen schneiden.
  7. Auf mit Backpapier belegte Bleche legen und im vorgeheizten backen.
  8. Abkühlen lassen.
  9. Printen nach Belieben mit Kuvertüre überziehen.

Stollenkonfekt

  1. Am Vortag die Nüsse klein hacken. Orangeat und Zitronat fein hacken. Nüsse, Orangeat, Zitronat und Sultaninen mit Arak und Wasser mischen. Über Nacht durchziehen lassen.
  2. Am nächsten Tag für den Teig Kardamomkapseln aufbrechen und die Saat herauslösen. Mit Muskatblüte und Piment im Mörser fein mahlen und mit Zimt und Ingwer mischen.
  3. Hefe in einer Schüssel mit Vanillezucker und Milch verrühren. Mehl unterrühren. Vorteig an einem warmen Ort gehen lassen.
  4. Mehl, Zucker, eine Prise Salz, Zitronenschale und Gewürzmischung in einer Rührschüssel mischen.
  5. Butter, Ei, restliche Milch und den Vorteig zugeben und zu einem glatten Teig verkneten.
  6. Fruchtmischung zugeben und gründlich unterkneten. An einem warmen Ort gehen lassen.
  7. Teig erneut durchkneten, ausrollen und in gleichmäßige Quadrate schneiden.
  8. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech backen.
  9. Butter zerlassen. Stollenkonfekt mit Butter bepinseln und mit Zimtzucker, dann mit Puderzucker bestreuen.
  10. Vollständig auskühlen lassen und mit restlichem Puderzucker bestäuben.

Mini-Gewürzkuchen

  1. Mandelstifte in einer Pfanne rösten.
  2. Safran in Wasser aufweichen.
  3. Mandeln aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
  4. Zucker in etwas Wasser auflösen und karamellisieren lassen.
  5. Safran und Wasser zu den Mandelstiften geben.
  6. Wenn der Karamell goldbraun ist, Mandelstifte dazu geben und gut verrühren.
  7. Aus der Pfanne nehmen und auskühlen lassen.
  8. Weiche Butter und Zucker mit dem Schneebesen weiß-cremig aufschlagen, bis der Zucker aufgelöst ist.
  9. Eier einzeln zum Rührteig geben und unterrühren.
  10. Mehl, Gewürze und Backpulver mischen und abwechselnd mit Milch zum Rührteig geben. Kurz unterrühren. Alle weiteren Zutaten hinzufügen und kurz vermengen.
  11. Rührteig in Förmchen geben und im vorgeheizten Backofen backen.

Mini Fruitcakes

  1. Rosinen, Sultaninen, Apfelringe, Mandeln und Datteln fein hacken. Mit Brandy beträufeln.
  2. Gewürze untermischen und über Nacht durchziehen lassen.
  3. Ofen vorheizen.
  4. Butter und Zucker aufschlagen. Dann Ei unterrühren. Mehl, Haferflocken und Natron mit Trockenfrüchte-Mix vermischen.
  5. Teig in Mini-Muffins Form verteilen, mit Pekannuss-Hälfte verzieren.

Kokosvulkane

Zitrone waschen, abtrocknen und 2  TL Schale fein abreiben. 1 TL Saft auspressen. Eiweiß und Zitronensaft mit einer Prise Salz in der Küchenmaschine (Rührbesen) steif schlagen. Zucker unter Rühren nach und nach einrieseln lassen und 1 Minute weiterschlagen. Zitronenschale und Quark kurz unterrühren. Kokosraspeln unterheben.

Mit einem Einwegspritzbeutel oder Teelöffel kleine Teighäufchen auf zwei mit Bachpapier belegte Backbleche setzen, nacheinander im vorgeheizten Backofen bei 160 °C 20 bis 22 Minuten auf der untersten Schiene backen. Mit einem Kochlöffelstiel mittig Mulden in die noch heißen Makronen drücken und auf den Blechen vollständig abkühlen lassen.

Makronen mit Puderzucker bestäuben. Johannisbeergelee im Topf schmelzen, mit einer Marinier-Spritze in die Mulden füllen und fest werden lassen. Wer keine solche Spritze besitzt, kann sich aus Backpapier eine kleine Tüte drehen, und unten durch Abschneiden mit der Schere eine ganz kleine Tülle schaffen, um die Marmelade damit einzufüllen. Mit einem Löffelchen geht es recht schwer, weil die „Krater" sehr klein sind, und man leicht kleckert.

Makronen vorsichtig vom Backpapier lösen. In Tupper-Dosen zwischen Lagen von Pergamentpapier füllen und in einem kühlen Raum lagern. Sie sind ca. 4 Wochen haltbar.

Oberpfälzer Haferplätzchen

Butter, Haferflocken und 2 EL Zucker in einer beschichteten Pfanne unter ständigem Rühren anrösten, aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.

Restlichen Zucker, Eier und eine Prise Salz mit den Quirlen des Handführers oder in der Küchenmaschine dicklich-schaumig aufschlagen. Mehl und Backpulver mit den Haferflocken mischen und unter die Eimasse heben.

Backbleche mit Backpapier belegen und mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf das Backpapier setzen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C auf der mittleren Schiene ca. 10 Minuten nacheinander goldbraun backen. Haferplätzchen vollständig auskühlen lassen.

Haferplätzchen zwischen Pergamentpapier in Tupper-Dosen schichten. Kühl und trocken gelagert halten sie ca. 4 Wochen.

Kürbiskernecken

Mehl, Mandeln, Spekulatiusgewürz, Zucker, Butter, 1 Prise Salz und Eigelb in einer Küchenmaschine mit dem Knethaken zügig zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Teig flach drücken, in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 2 Stunden kalt stellen.

Mürbeteig auf Backpapier auf Backblechgröße (41 x 31 cm) ausrollen und auf ein Backblech befördern. Den überlappenden Teig vorsichtig am Bachblechrand andrücken. Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C auf der 2. Schiene von unten 10 bis 12 Minuten hellbraun vorbacken. Auskühlen lassen.

Für die Kürbiskernmasse Sahne, Honig, Butter und Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. Kürbiskerne zugeben und nochmals aufkochen lassen. Kürbiskernmasse auf dem Mürbeteig gleichmäßig verstreichen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C auf der 2. Schiene von unten 20 bis 25  Minuten backen.

Auskühlen lassen und mit einem großen Küchenmesser in ca. 3 cm breite Streifen schneiden. Die Streifen in ca. 2 cm lange Rechtecke schneiden. Die Kekse halten sich in Dosen oder Kunststoffbehältern zwischen Pergamentpapier kühl und trocken aufbewahrt etwa 6 bis 8 Wochen.

Gewürzprinten

Drei Tage vor dem Backen den Vorteig ansetzen. Dafür Honig erwärmen und auflösen. Beide Mehlsorten mit einem Holzlöffel unterrühren, bis eine glatte Masse entstanden ist. Abgedeckt kühl stellen.

Zwei Tage vor dem Backen die Feigen hacken und in Rum einlegen.

Einen Tag vorher den Hauptteig zubereiten. Dazu Sirup und Zucker in einem Topf unter Rühren erwärmen, bis alle Zuckerkristalle gelöst sind. Die Butter darin auflösen. Die Masse in die Rührschüssel einer Küchenmaschine füllen und erkalten lassen.

Vorteig in kleine Stücke schneiden und in der Küchenmaschine unter die Zucker-Buttermasse rühren. Ei, Kandis, Gewürze, Rumfeigen und Mehl zugeben und mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten. Das dauert seine Zeit. Pottasche und Hirschhornsalz in je 1 EL Wasser auflösen und unterkneten. Teig über Nacht kalt stellen.

Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 8 mm dick ausrollen und in Rechtecke (ca. 5 x 3 cm) schneiden. Auf mit Backpapier belegte Bleche legen und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 15 Minuten backen. Auf Kuchengittern abkühlen lassen. Um die Dicke des Teigs hinzubekommen, benutzte ich Kanthölzer, auf denen das Nudelholz rollt. Neuerdings verwende ich allerdings einen Teigroller, bei dem man durch Abstandsringe die gewünschte Höhe einstellen kann. Cool wink

⅓ der Printen direkt nach dem Backen noch warm mit Zucker bestreuen. Restliche Printen vollständig abkühlen lassen. Vollmilch- und Zartbitter-Kuvertüre getrennt hacken. Kuvertüren getrennt im warmen Wasserbad (ca. 35 °C) temperieren. ⅓ der Printen mit Vollmilch-Kuvertüre überziehen und  mit Mandestiften bestreuen. Restliche Printen mit Zartbitter-Kuvertüre überziehen und mit Anissamen oder Pistazien garnieren. Fest werden lassen.

In Lagen mit Pergamentpapier in einer großen Blechdose oder Tupperboxen kühl und trocken gelagert halten sie sich bis zu 8 Wochen. Anmerkung: Sie schmecken erst nach ungefähr einer Woche richtig gut!

Stollenkonfekt

Am Vortag die Nüsse klein hacken. Orangeat und Zitronat fein hacken. Nüsse, Orangeat, Zitronat und Sultaninen mit Arak und 4 EL Wasser mischen. Abgedeckt über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Am nächsten Tag die Fruchtmischung aus dem Kühlschrank nehmen. Für den Teig Kardamomkapseln aufbrechen und die Saat herauslösen. Kardamomsaat mit Muskatblüte und Piment im Mörser fein mahlen und mit Zimt und Ingwer mischen.

Hefe zerbröckeln und in einer Schüssel mit Vanillezucker und ca. 50 ml Milch verrühren. 2 EL Mehl unterrühren. Vorteig mit etwas Mehl bestäuben und an einem warmen Ort 15 Minuten gehen lassen.

Restliches Mehl, Zucker, 1 Prise Salz, Zitronenschale und die  Gewürzmischung in einer Rührschüssel mischen. Butter, Ei, restliche Milch und den Vorteig zugeben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine mindestens 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Fruchtmischung zugeben und erst mit dem Knethaken, dann mit den Händen auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche gründlich unterkneten. Abgedeckt in der Schüssel an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen.

Teig erneut durchkneten, etwa 2 cm dick ausrollen und mit Hilfe einer Palette in ca. 4 bis 5 cm große gleichmäßige Quadrate schneiden. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech bei 180 °C ungefähr 11 Minuten backen. Sollten dunkel gewordene Sultaninen an der Oberfläche stören, diese entfernen.

Zum Fertigstellen Butter in einem Topf zerlassen. Stollenkonfekt mit Butter bepinseln und zuerst mit dem Zimtzucker, dann mit 2 EL Puderzucker bestreuen. Nun vollständig auskühlen lassen und mit dem restlichen Puderzucker bestäuben. Lagenweise mit Pergamentpapier in flache Aufbewahrungsboxen setzen. Kühl und trocken gelagert können sie 4 bis 6 Wochen aufbewahrt werden.

Mini-Gewürzkuchen

Mandelstifte in einer Pfanne rösten. Derweil Safran in ein wenig Wasser aufweichen.

Goldbraune Mandeln aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. 50 g Zucker in etwas Wasser auflösen, in die Pfanne geben und karamellisieren lassen. Safran und Wasser zu den Mandelstiften geben. Wenn der Karamell goldbraun ist, Mandelstifte dazu geben und gut verrühren. Aus der Pfanne nehmen und auf Alufolie verteilen und auskühlen lassen.

Für den Rührteig weiche Butter und 200 g Zucker mit dem Schneebesen ca. 10 Minuten weiß-cremig aufschlagen, bis der Zucker aufgelöst ist.

Eier einzeln zum Rührteig geben und jeweils ca. eine halbe Minute unterrühren, damit sich alle Zutaten im Rührteig gut verbinden.

Mehl, Gewürze und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch zum Rührteig geben. Nur kurz unterrühren, damit der Kuchen nicht zäh wird. Dann alle weiteren Zutaten hinzufügen und kurz vermengen. Der Rührteig hat die optimale Konsistenz, wenn er sich schwer reißend vom Knethaken löst.

Rührteig in die gefetteten Förmchen geben und im vorgeheizten Backofen bei 175 °C ca. 35 Minuten backen. Ca. 10 Minuten ruhen lassen und dann aus den Förmchen nehmen.

In luftdichten Behältern an einem kühlen trockenen Ort aufbewahren.

Mini Fruitcakes

Rosinen, Sultaninen, Apfelringe, Mandeln und Datteln fein hacken. In eine Schüssel geben und mit Brandy beträufeln. Die Gewürze untermischen und über Nacht durchziehen lassen. Ofen auf 150 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Butter und Zucker mindestens 6 Minuten hellcremig und fluffig aufschlagen. Dann das Ei unterrühren. Mehl, Haferflocken und Natron mit dem Trockenfrüchte-Mix vermischen. Den Teig mit einem Löffel in die eingefettete Mini-Muffins Form verteilen, mit je einer Pekannuss-Hälfte verzieren und im Ofen 20 bis 30 Minuten backen.

Kokosvulkane

(ca. 60 Stück)

Menge Zutat
1 Bio-Zitrone
4 Eiweiß (Eier Klasse M)
160 g Zucker
65 g Magerquark
130 g Kokosraspel
1 bis 2 EL Puderzucker
50 g rotes Johannisbeergelee
  Salz

 Oberpfälzer Haferplätzchen

(ca. 60 Stück)

Menge Zutat
160 g Butter
240 g kernige Haferflocken
8 EL Zucker
2 Eier (Klasse M)
  Salz
100 g Dinkelmehl (gesiebt)
2 gestr. TL Backpulver

Kürbiskernecken

(ca. 200 Stück)

Menge Zutat
 

Mürbeteig

200 g Dinkelmehl
200 g gemahlene Mandeln
2 EL Spekulatiusgewürz
120 g Zucker
200 g Butter (kalt)
1 Eigelb (Klasse M)
  Salz
 

Kürbiskernmasse

50 ml Schlagsahne
120 g Honig
120 g Butter
200 g Zucker
400 g Kürbiskerne

Gewürzprinten

(ca. 40 Stück)

Menge Zutat
 

Vorteig und Früchte

100 g

dunkler Honig

80 g Dinkelmehl (Type 1050)
20 g Roggenmehl (Type 1150)
100 g getrocknete Feigen
50 ml Rum
 

Hauptteig

150 g Zuckerrübensirup
50 g brauner Zucker
50 g Butter
1 Ei (Klasse M)
50 g Grümmelkandis
½ TL gemahlener Kardamom
¼ TL gemahlene Nelken
½ TL gemahlener Koriander
1 bis 2 TL gemahlene Anissamen

½

Bio-Zitrone (Abrieb von der Schale)
300 g Dinkelmehl
1 g Pottasche
1 g Hirschhornsalz
 

Garnierung

2 bis 3 EL Zucker
200 g Vollmilch-Kuvertüre
200 g Zartbitter-Kuvertüre
100 g Mandelstifte
2 EL Gemahlene Pistazien
2 EL Anissamen

Stollenkonfekt

(ca. 80 Stück)

Menge Zutat
 

Füllung

100 g geröstete Haselnüsse
75 g Orangeat
75 g Zitronat
200 g Sultaninen
6 EL Arak (ersatzweise Rum)
 

Teig

2 bis 3 Kardamomkapseln
1 Stück Muskatblüte
4 Pimentkörner
¼ TL Zimtpulver
½ TL Ingwerpulver
40 g frische Hefe
1 EL Vanillezucker
100 ml lauwarme Milch
500 g Dinkelmehl (Type 550)
60 g Zucker
  Salz
1 TL abgeriebene Zitronenschale
200 g Butter
1 Ei (Klasse M)
 

Zum Fertigstellen

150 g Butter
3 EL Zimtzucker
5 EL Puderzucker

Mini-Gewürzkuchen

(ca. 18 bis 20 Stück)

Menge Zutat
7 Eier
250 g Butter
250 g Zucker
500 g Dinkelmehl
1 ½ Päckchen Backpulver
3/8 L Milch
100 g

Mandelstifte

  Safranfäden nach Belieben
100 g Kandierter Ingwer, grob gehackt
1 Päckchen Orangenschale
4 EL Ginger and Bread Gewürz
1 Schluck Cointreau oder Weihnachtslikör

Mini Fruitcakes

(ca. 20 Stück)

Menge Zutat
40 g Rosinen
70 g Sultaninen
30 g Apfelringe (getrocknet)
40 g weiße Mandeln
40 g Datteln (getrocknet)
40 ml Brandy

⅛ TL

Zimt
1 Msp. Muskatnuss

⅛ TL

Vanille (gemahlen)
75 g Butter
55 g brauner Zucker
1 Ei
85 g Dinkelmehl
30 g zarrte Haferflocken
1 Msp. Natron
30 g Pekannüsse

Diese Seite wurde zuletzt am 20.11.2017 um 15:16 Uhr aktualisiert.

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