Salat von schwarzem Reis mit Spinat und grünem Spargel

Salat von schwarzem Reis mit Spinat und grünem Spargel

11. Juni 2016

Durch Zufall habe ich ihn kürzlich in der Delikatessen-Abteilung im Supermarkt entdeckt: Schwarzen Reis. Zunächst war ich skeptisch, habe ihn jedoch dennoch in  meinen Korb befördert, ohne genau zu wissen, was ich damit anstellen würde.  Ich denke natürlich immer auch darüber nach, außergewöhnliche Zutaten in ansprechenden Farbkombinationen zu präsentieren. Da kam mir die schwarze Farbe dieser Reiskörner gerade recht. Sie hatte etwas Geheimnisvolles, geradezu Verlockendes.

Ich gebe zu, dass ich bislang nichts über schwarzen Reis wusste. Ich wusste noch nicht einmal, dass es ihn gibt. Klar, dass ich zuhause sofort an meinen Laptop gestürzt bin und mich mal im Netz schlau gemacht habe. So bin ich über seine Herkunft aufgeklärt worden. Darüber, dass man ihn bereits in der Antike in asiatischen Ländern verspeist hat. Und dass er zeitweise sogar nur gekrönten Häuptern oder Imperatoren vorbehalten war. Hat ein nicht berechtigter, jedoch kulinarisch motivierter Mensch von diesem Reis genascht, wurde das sogar mancherorts mit dem Tode bestraft.

Heute spricht man ja gerne von den „Superfoods“. Ich bin mir nicht sicher, ob schwarzer Reis zu diesen gezählt wird. Aber nachdem, was ich gelesen habe, kann ich sagen: Das Potenzial dazu hätte er. Wenn man denn nun partout allem und jedem ein Etikett oder Siegel aufdrücken möchte! Und ich kann sagen, er schmeckt unfassbar köstlich!

Ganz ehrlich: Zuerst habe ich der Sache misstraut. Ich dachte mir, die intensive Farbe würde wahrscheinlich beim Kochen verblassen. Ein herrlicher Anblick, der sich mir jedoch stattdessen bot. Im Topf blubberten die tiefdunklen Reiskörner und färbten das Kochwasser in einen fast ins Aubergine gehenden Ton. Es sah wirklich beeindruckend aus. Und was noch beeindruckender war, die Körner blieben wie durch ein Wunder dunkel. Wie geht das? Und: Ein herrlich nussiger Duft machte sich zudem in der Küche breit und ließ Vorfreude aufkommen.

Der Reis muss länger gegart werden als normaler Reis. Bei mir hat es ungefähr 45 Minuten gedauert. Im Nachhinein las ich jedoch, dass man die Kochzeit durch vorheriges Einweichen verringern kann. Das probiere ich nächstens aus. Denn dieser Reis wird in den Kreis meiner kulinarischen Favoriten aufgenommen!

Außerdem ist er irrsinnig gesund und wirkt unter anderem entzündungshemmend und Blutdruck senkend. Ich will jetzt aber nicht dozieren. Wenn ihr Interesse an den Inhaltsstoffen und überhaupt an den wunderlichen Körnchen habt, findet ihr darüber alles was es zu sagen gibt im Internet. Nachdem sich mein Fokus nun auf schwarzen Reis eingependelt hatte, sind mir diverse Rezepturen über den Weg gelaufen, die mir zeigen, dass schwarzer Reis gerade ziemlich trendy ist. War ich denn die ganze Zeit ein solch blindes Huhn?

Ein Rezept, dessen dazugehöriges Foto fast schon ein wenig gruselig aussah, stach besonders hervor. Ich hab von jeher eine Scheu bezüglich schwarzen Essens. Ich muss zugeben, mit Sepia schwarz gefärbte Nudeln finde ich unappetitlich. Nun handelte es sich hier um Buletten aus schwarzem Reis und schwarzen Bohnen. Gewissermaßen „Halloween-Buletten“. Da wird sich zunächst jeder so bekochte Gast erschrecken, weil er die tiefschwarze Farbe auf den ersten Blick ganz anders deuten und mit starken Röstaromen in Verbindung bringen wird! Aber sieht man einmal von dem ersten Schock ab und denkt sich dazu beispielsweise knackige grüne Erbsen, vielleicht eine gelbe Mayo mit Curcuma und Curry, sieht die Sache schon ganz anders aus. Da stecken durchaus viele Möglichkeiten drin. Ich werde experimentieren und berichten.

Mir kam nun in den Sinn, einen Reissalat daraus zu bereiten. Schön bunt natürlich. Gelbe und rote Kirschtomaten, grüner Spargel, Steinchampignons, glänzende schwarze Oliven sowie knackiger junger Spinat, weißer Schafskäse und fruchtige grüne Gurken sollten sich zu den schwarzen Burschen gesellen. Die Säure sollte von der Limette und Fruchtigkeit von deren Schale kommen. Als Kraut habe ich mich nach kurzem Schwanken für Basilikum entschieden. Koriander würde jedoch ebenfalls hervorragend passen. Und weil dann wieder einmal die Pferde mit mir durchgegangen sind, habe ich auch noch ein paar Blümchen dazu dekoriert. Die habe ich nach den Fotos allerdings in ein Wasserschälchen gegeben, denn sie zu essen, bringe ich nicht übers Herz!

Als nächstes werde ich, wie gesagt, die schwarzen Buletten ausprobieren. Und mit großer Neugierde ein Risotto. Das, wie ich las, sich nicht gräulich verfärbt, sondern ein untadeliges Auftreten haben soll. Ich denke an ein Risotto mit jungen grünen Erbsen. Als Kraut vielleicht Minze …

  1. Den grünen Spargel im unteren Drittel schälen und in Stücke schneiden.
  2. Mit Olivenöl, Salz und Zucker anbraten, al dente garen und beiseite stellen.
  3. Steinchampignons putzen, vierteln und in derselben Pfanne anbraten. Abkühlen lassen.
  4. Kirschtomaten halbieren, Gurke halbieren, entkernen und quer in Streifen schneiden.
  5. Schafskäse würfeln.
  6. Basilikumblätter und Spinat waschen und trocken schleudern.
  7. Aus Olivenöl, Limettensaft, Limettenabrieb, Agavendicksaft, gewürfelten Schalotten, Chilisalz und Pfeffer ein Dressing rühren.

Den grünen Spargel im unteren Drittel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Mit etwas Olivenöl, Salz und Zucker beherzt anbraten, al dente garen und beiseite stellen. Die Steinchampignons putzen, vierteln und in derselben Pfanne knackig anbraten. Abkühlen lassen.

Die Kirschtomaten halbieren, die Gurke halbieren, entkernen und quer in Streifen schneiden. Wenn die Gurken noch schön knackig sind, schäle ich sie nicht. In diesem Falle habe ich mich jedoch fürs Schälen entschieden, weil die Gurkenschale schon leichte Ermüdungsspuren aufwies.

Den Schafskäse würfeln. Basilikumblätter und Spinat waschen und trocken schleudern. Aus dem Olivenöl, reichlich Limettensaft, Limettenabrieb, Agavendicksaft, gewürfelten Schalotten, Chilisalz und Pfeffer ein Dressing rühren.

Nun alles schön in Schälchen drapieren, das Dressing darüber verteilen und mit den gerösteten Nüssen bestreuen. Und, wie schon gesagt, war es mir ein Bedürfnis, einige Blüten obendrauf zu geben!

(Für 2 Personen)

Menge Zutat
1 Tasse schwarzer Reis (gegart)
8 Stangen grüner Spargel
8 bis 10 Steinchampignons
2 Hand voll junge Spinatblätter

1 Hand voll

schwarze Oliven (ohne Stein)

1 Hand voll

bunte Kirschtomaten (gemischt)
½ Bio Gurke
1 Tafel Schafskäse (in Lake)
Mehrere Stiele Basilikum
2 EL gehackte Haselnüsse (geröstet)
4 EL mildes Olivenöl
1 Bio Limette
1 TL Agavendicksaft
2 Schalotten
  Chilisalz
  Pfeffer

Diese Seite wurde zuletzt am 07.12.2019 um 16:07 Uhr aktualisiert.

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