Mini Geflügel-Cheeseburger

Mini Geflügel-Cheeseburger

Mini Geflügel-Cheeseburger

4. Oktober 2015

Eigentlich könnte man denken, übers Kochen und Anrichten sei schon so ziemlich alles gesagt. Man könnte auch denken, wenn man schon so eine Unzahl an Kochbüchern besitzt wie ich, sei schon alles, was geschrieben und bebildert werden kann, im Haus. Man braucht also nicht zwangsläufig weitere Kochbücher. Außerdem gibt es auch noch das Internet und unzählige Kochshows mit Millionen von Rezepturen. Da schaue ich mich zwar auch gerne um. Aber was soll ich sagen: Ich kann es einfach nicht lassen. Ich liebe meine Kochbücher leidenschaftlich. Das Stöbern im Kochbuch hat eben eine andere Qualität, als sich Rezepte auszudrucken.

Nun ist es wieder geschehen: Ich habe mir ein weiteres Kochbuch zugelegt. „Einfach beeindruckend“ von Andreas Neubauer. Es geht ums schöne Anrichten. Und ich habe natürlich mit Feuereifer angefangen, die Rezepte nachzukochen. Das Buch gibt sehr schöne Tipps und ich kann es weiterempfehlen. Allerdings muss man das Kochhandwerk schon ein wenig beherrschen. Denn der eindeutige Schwerpunkt des Buches liegt auf der Optik der Gerichte.

Als Erstes habe ich „Mini-Burger“ gebastelt. Wobei ich – weil ich auch das nicht lassen kann – noch einiges verändert und ergänzt habe. Das ist für mich immer der ultimative Kick: Aus einer schönen Grundidee mit Kreativität und Elan etwas zu entwickeln, was mich dann zum Schluss komplett zufrieden stellt. Es gibt also „Mini-Geflügel-Cheeseburger“ mit Avocadocreme und Aprikosen-Gurken-Salsa, dazu knusprige Kartoffelspalten und eine Curry-Mayonnaise zum Dippen.

Die Fleischküchlein

  1. Hähnchenbrüste mit einem scharfen Messer sehr klein zerteilen.
  2. Gewürfelte Schalotten und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen. Gehackte Petersilie dazugeben. Beiseitestellen und abkühlen lassen.
  3. 4 Scheiben Toastbrot mit Milch vollsaugen lassen. Überschüssige Milch mit den Händen ausdrücken.
  4. Eine halbe entkernte Chilischote in kleine Würfel schneiden.
  5. In einer Schüssel alle Zutaten vermengen und gleichmäßig große Frikadellen formen.
  6. Braten.

Die Kartoffelspalten

  1. Kartoffeln unter fließendem Wasser abbürsten. In gleichmäßige Spalten schneiden.
  2. Mit Paprika, Curry, Salz bestreuen und mit dem Olivenöl vermischen.
  3. Auf einem Backblech bei 180 bis 200 Grad goldbraun backen.

Die Aprikosen-Gurken-Salsa und die Curry-Mayonnaise

  1. Aprikosen würfeln.
  2. Gurke halbieren, entkernen und würfeln.
  3. Aus der sehr fein gewürfelten Schalotte und den übrigen Zutaten eine Vinaigrette rühren.
  4. Mayonnaise mit dem Currypulver verrühren und in kleine Schälchen als Dip zu den Kartoffelspalten anbieten.

Die Burger

  1. Aus dem Toastbrot 16 gleichmäßige Scheiben ausschneiden.
  2. Die Hälfte toasten und mit Salzbutter bestreichen.
  3. Die andere Hälfte auf einer Seite und an den Rändern mit Eiklar bepinselen und in Sesam wälzen.
  4. Die panierten Scheiben mit der glatten Seite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und backen.
  5. Tomaten in gleichmäßige Scheiben schneiden. Mit Olivenöl bepinseln, mit Salz und Zucker bestreuen und im Ofen backen.
  6. Zwiebel in dünne Scheiben hobeln.
  7. Käsescheiben mit dem Ausstecher in eine runde Form bringen.
  8. Aus der Avocado, dem Quark, Salz und Pfeffer eine Crème zubereiten.
  9. Salat waschen und trocken schleudern.
  10. Fleischküchlein als Ganzes in den Burger geben oder auch halbieren.
  11. Getoastete Brotscheiben mit Avocadocrème bestreichen. Dann im Wechsel die aufgezählten Zutaten übereinanderschichten.
  12. Den mit Sesam panierten Deckel obendrauf geben.

Die Fleischküchlein

Die Fleischküchlein stelle ich am Vortag in einer größeren Menge her. Sie schmecken schließlich aus der Hand ohne was darum herum auch hervorragend. Ich zerteile die Hähnchenbrüste mit einem scharfen Messer sehr klein. Am Ende wird das Fleisch zu „Gehacktem“. Die gewürfelten Schalotten und den Knoblauch schwitze ich in dem Olivenöl glasig an. Auf halber Strecke kommt die gehackte Petersilie mit dazu. Beiseitestellen und abkühlen lassen.

4 Scheiben Toastbrot mit der Milch übergießen und vollsaugen lassen. Dann die überschüssige Milch mit den Händen ausdrücken. Eine halbe entkernte Chilischote in kleine Würfel schneiden. Nun kommt das Fleisch in eine Schüssel. Aus dem Brot, den angegebenen Gewürzen, der Zwiebelmasse, ein wenig Abrieb von Zitrone und Orange sowie einem Ei und einem Eigelb stelle ich die Masse für die Frikadellen her. Sie sollen möglichst gleichmäßig sein und einen Durchmesser von ca. 5 cm und eine Dicke von 2 1/2 bis 3 cm haben.

Die Kartoffelspalten

Die Kartoffeln unter fließendem Wasser abbürsten. In gleichmäßige Spalten schneiden. Mit Paprika, Curry, wenig Salz bestreuen und mit dem Olivenöl vermischen. Dann auf ein Backblech geben und bei 180 – 200 Grad goldbraun backen. Je nach Größe und Sorte der Kartoffeln dauert das so zwischen 35 und 45 Minuten. Gegen Ende immer mal wieder hinein pieken und den Gargrad überprüfen. In einem Schälchen auf Küchenkrepp separat zu den Burgern servieren.

Die Aprikosen-Gurken-Salsa und die Curry-Mayonnaise

Die Aprikosen würfeln. Die Gurke halbieren, entkernen und ebenfalls würfeln. Die Würfel sollen möglichst gleichmäßig und fein sein. Jedoch auch wieder nicht zu fein, damit kein „Matsch“ entsteht. Aus der sehr fein gewürfelten Schalotte und den übrigen Zutaten eine Vinaigrette rühren. Eine Viertelstunde vor dem Servieren alles miteinander vermengen. Zwischenzeitlich die Mayonnaise mit dem Currypulver verrühren und in kleine Schälchen als Dip zu den Kartoffelspalten anbieten.

Die Burger

Aus dem Toastbrot werden nun 16 gleichmäßige Kreise ausgeschnitten. Die Hälfte wird knusprig getoastet und mit der Salzbutter bestrichen. Die andere Hälfte wird auf einer Seite und an den Rändern mit Eiklar bepinselt und in den Sesamkörnchen gewälzt. Der Sesam soll schön dicht an dicht sein. Wer möchte, fügt dem weißen noch ein wenig schwarzen Sesam hinzu. Das sieht gut aus. Nun werden die panierten Scheiben mit der glatten Seite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gesetzt und bei 180 bis 200 Grad gebacken. Damit der Sesam nicht verbrennt, muss man ein Auge darauf werfen. Also beim Herd bleiben! Es ist zu riskant, sich nach einer Zeitangabe zu richten. Schön bräunen und dann abkühlen lassen. Die Überreste des Toastbrotes werden später zu Bröseln für den Vorrat verarbeitet. Man kann sie aber auch einfrieren und beim nächsten Mal für Buletten hernehmen.

Die Tomaten in gleichmäßige Scheiben schneiden. Die Enden beiseite geben. Mit etwas Olivenöl bepinseln, mit Salz und Zucker bestreuen und in dem noch beheizten Ofen ca. 10 Minuten backen lassen. Sie verlieren so einen Teil ihrer Feuchtigkeit und werden aromatischer.

Die Zwiebel in dünne Scheiben hobeln. Die Käsescheiben mit dem Ausstecher in eine runde Form bringen. Aus der Avocado, dem Quark, Salz und Pfeffer eine Crème zubereiten. Den Salat waschen und trocken schleudern. Die Fleischküchlein kann man als Ganzes in den Burger geben. Ich habe sie einmal längs halbiert, damit ich jeweils zwei Scheiben zum „verbauen“ hatte.

Nun zuerst die getoasteten Brotscheiben mit der Avocadocreme bestreichen. Dann dekorativ im Wechsel die aufgezählten Zutaten übereinanderschichten. Als „Kleber“ zwischendurch etwas Mayonnaise nehmen, dann halten die Türmchen besser. Einige Blättchen Baby-Blattsalat sollen keck zwischen den Lagen hervorspitzen. Den mit Sesam panierten Deckel obendrauf geben. Immer schön festhalten und vor dem Loslassen mit Zahnstochern aufspießen.

Wenn die Burger als kleine Vorspeise gereicht werden sollen, kann man sie einzeln oder zu zweit mit einem schönen Salatbouquet reichen. Ich schlage gemischten Baby-Blattsalat (den man ja eh schon vorrätig hat) mit Trauben und Pinienkernen vor. Für die Vinaigrette ein schönes Traubenkernöl verwenden. Die Kartoffelecken gehören für mich dazu. Daher auch zur Vorspeise einige davon mit dem Dip anbieten. Wenn die Burger als Hauptgang angeboten werden, könnte man vier Stück als Portion anrichten.

Sollen die Burger als Häppchen gereicht werden oder Teil eines kalten Buffets sein, so richtet man sie schön dekorativ auf einer Platte an und stellt die Salsa und den Dip dazu. Ebenso eine extra Schüssel mit dem Salat. Auf die Kartoffelecken würde ich in diesem Falle verzichten, da sie mir kalt nicht so gut schmecken.

Die kleinen Burger sind auf jeden Fall ein Hit. Sie sehen toll aus und schmecken himmlisch. Die Sesam-Toast-Scheiben sind zudem außergewöhnlich, denn normalerweise werden kleine Brötchen oder Brioches verwendet. Wer die Mühe nicht scheut, der wird Begeisterung erleben!

(Für 8 Stück)

Die Fleischküchlein

Menge Zutat
2 Hähnchenbrüste
4 Scheiben Toastbrot
1 Tasse Milch
2 Eier
2 Schalotten
2 Zehen Knoblauch
Einige Stiele Petersilie
1 Bio Zitrone
1 Bio Orange
2 EL Olivenöl
1 Chilischote
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Bockshornklee
1 TL Curcuma
2 TL milder Curry
2 EL Butterschmalz
  Senf
  Salz
  Pfeffer

Die Kartoffelspalten

 
Menge Zutat
6 mittelgroße vorwiegend festkochende Kartoffeln
  Paprikapulver
  Currypulver
  Salz
  Fleur de Sel
6 EL Olivenöl

Die Aprikosen-Gurken-Salsa und

Die Curry-Mayonnaise

Menge Zutat
8 reife Aprikosen
1 Bio Gruke
1 Schalotte
2 EL milder Essig
4 EL fruchtiges Olivenöl
1 EL Blütenhonig
Einige Spritzer Tabasco
6 EL

Mayonnaise (selbst gemacht!)

½ bis 1 TL

mildes Currypulver (je nach Geschmack)
  Salz
  Pfeffer

Die Burger

Menge Zutat
16 Scheiben Toastbrot
8 Scheiben Cheddarkäse (nicht zu dünn geschnitten)
4 EL Sesamsaat
2 EL Salzbutter
1 Eiweiß (von Fleischküchlein übrig)
1 Rote Zwiebel
2 Festfleischige Tomaten
2 – 3 EL Olivenöl

1 Hand voll

Baby-Blattsalat
1 Avocado (reif)
2 EL Speisequark (20 %)
2 EL Mayonnaise
  Salz
  Pfeffer

Diese Seite wurde zuletzt am 14.01.2018 um 14:48 Uhr aktualisiert.

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