Kürbis-Mango-Korma mit Linsen-Krapfen
27. November 2025
Mein Korma enthält Mango, die nicht zu reif und süß sein darf, sondern noch ins Fruchtig-Säuerliche hineinspielt. Samtige Sauce punktet mit zitronig-nussigen Aromen und Pak Choi unterstützt mit seiner subtilen Senfnote und sehr angenehm bitterem Aroma die Persönlichkeit des Korma. Linsen-Krapfen sind ein fluffiges Gedicht und ein extra saftiger Gruß aus der Küche 🙏!
Das Gute ins Töpfchen
Ich bestücke in Notfallsituationen, wenn die Seele einen besonderen Zuspruch benötigt, stets einen auf mich tröstlich und besänftigend wirkenden Suppen- oder Eintopf. In Coronazeiten konnte man sich mit Gesundem und Schmackhaftem bestens über die mentale und seelische Durststrecke hinweghelfen. Wohltuendes Essen, dazu Seelenfrieden, Ruhe und des Nachts inspirierende Träume sind und bleiben wirksam.

Das Gute am „Guten“ ist, dass es funktioniert, wenn es draußen nicht so gut läuft. Ich bereite uns ein „Korma“ zu, auch wenn nichts Bedrohliches abzuwehren ist. Korma ist ein Eintopf, eine Art Curry, das gegen vieles hilft, auf jeden Fall von innen wärmt und unfassbar gut und heilend duftet! Es hilft auch vorbeugend. Verlässlich: Denn man weiß nie!
Die Linsen-Krapfen
- Linsen und Kichererbsen über Nacht einweichen.
- Mittelgrob mixen.
- Zwiebeln und Knoblauch andünsten.
- Gewürze und Ingwer hinzufügen.
- Zutaten vermengen und durchziehen lassen.
- In Muffinsförmchen ausbacken oder frittieren.
Das Kürbis-Korma
- Kürbis schälen und in gleichmäßige Stücke schneiden.
- Zitronengras, Kaffir-Limettenblätter und Curry-Blätter vorbereiten.
- Kürbis mit Aromaten leise köcheln.
- Mango gegen Ende hinzufügen.
- Pak Choi vorbereiten und zügig anbraten.
- Möhren-Stifte anbraten.
- Gurken-Joghurt vorbereiten. Kühlen.
Die Linsen-Krapfen
Linsen und Kichererbsen über Nacht einweichen. Gut abtropfen lassen und in mehreren Portionen im Blitzhacker mittelgrob zerkleinern. Die Masse soll noch eine erkennbare Struktur behalten. Die gegarten Berglinsen ebenfalls gut abtropfen lassen. Sie kommen im Ganzen in die Masse.
Zwiebel und Knoblauch fein schneiden. Die Zwiebel in Olivenöl glasig dünsten, gegen Ende den Knoblauch hinzufügen. Petersilie sehr fein schneiden, Koriander mit Stielen ebenfalls sehr fein schneiden. Chilischote ohne Kerne und weiße Trennhäutchen fein schneiden, dann hacken. Koriandersaat und die Kardamom-Samen fein mörsern. Ingwer zur Hälfte reiben, die andere Hälfte in feine Würfel schneiden. So teilt sich der Ingwer-Geschmack intensiv mit und man kann zudem auf Ingwerstückchen beißen. Das ergibt für mich einen sehr besonderen Charme.
Berglinsen, Zwiebeln, Knoblauch, Eier, Panko, Chilischote (Dosis nach Geschmack), Petersilie, Koriander, Kardamom, Ingwer und Curry zu der Linsen-Kichererbsen-Masse geben. Mit Sojasauce, Saft und Abrieb von der Zitronenschale würzen. Alles gut verkneten und ca. 30 Minuten durchziehen lassen.
Nun gibt es zwei Wege, Linsenbällchen herzustellen. Entweder man nimmt eine Muffin-Form mit 24 kleinen Mulden, fettet diese und verteilt die Linsen-Kichererbsen-Masse gleichmäßig. Die Masse mit Hilfe eines Kaffeelöffels glatt streichen, so dass oben kleine Häubchen entstehen und diese mit Nussbutter bepinseln. Auf der mittleren Schiene bei 180 °C Ober-/Unterhitze 20 Minuten backen.
Knuspriger sind die Bällchen, wenn sie goldbraun frittiert werden. In diesem Fall empfiehlt es sich, etwa walnussgroße Kugeln zu formen. Die Hände leicht befeuchten, so wird die Oberfläche ganz glatt. In ausreichend Frittieröl-Butterschmalz-Mischung ausbacken, das dauert wenige Minuten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Das Kürbis-Korma
Kürbis in Spalten schneiden und in diesem Fall schälen. So gart der Kürbis gleichmäßiger. Kürbis in möglichst gleichmäßige Stücke schneiden. Die Möhre in sehr feine, längliche Stifte („Julienne“) schneiden. Zwiebel und Knoblauch in feine Würfel schneiden. Zitronengras von der harten äußeren Hülle befreien, das Innere in feine Ringe schneiden. Kaffir-Limetten-Blätter und gegebenenfalls Curry-Blätter an der Rispe entlang in zwei Teile schneiden und so die Rispe entfernen. Macadamia-Nüsse anrösten. Das gelingt am besten im Air-Fryer, alternativ im Backofen.
Zwiebel in etwas Öl anschwitzen, Zucker hinzufügen und karamellisieren. Ingwer und Knoblauch kurz mit anschwitzen. Curry-Paste hinzufügen, ebenfalls kurz anschwitzen. Mit Kokosmilch aufgießen. Aromaten hinzufügen: Zitronengras, Limetten- und Curryblätter, Zimt, Sternanis, Koriander und Kardamom. 45 Minuten leise köcheln, von der Hitze nehmen und beiseite noch etwas nachziehen lassen. Dann durch ein Sieb passieren.
Den Kürbis in der Brühe bis kurz über al dente garen. Er soll nicht mehr knackig, jedoch keinesfalls weich sein und zerfallen. Die Stücke sollen erkennbar bleiben. Den Kürbis entnehmen, die Brühe zu dem Kokos-Fond gießen, ca. um ein Drittel einkochen. Fond mit Speisestärke binden, damit er leicht sämig wird. Kürbis wieder hinzufügen. Auf kleine Flamme zurückstellen. Die Mango schälen und in Würfel schneiden. Für ca. 10 Minuten mit ziehen lassen. Auch die Mango soll noch erkennbar stückig bleiben.
Den Pak Choi vorbereiten. Dazu die festen Stiele bis auf einen schmalen Mittelteil rechts und links keilförmig zurechtschneiden. Diese verbleibenden Stifte von den Stielen heiß und zügig in Butterschmalz braten. Salzen. Beiseitestellen. Blätter mit dem schmalen Strunk im restlichen Butterschmalz kurz anbraten. Mit den Stielen zusammen warm halten.
Die Möhren-Stifte heiß und kurz in Butterschmalz braten. Auf Küchenkrepp entfetten. Pak Choi mit dem Korma, den Möhrenstiften und einer Gurken-Raita anrichten. Mit Macadamia-Nüssen garnieren.
Die Linsen-Krapfen
(Für 24 Stück)
| Menge | Zutat |
|---|---|
|
200 g |
braune Linsen |
|
200 g |
Kichererbsen |
|
80 g |
Berglinsen (gegart) |
|
2 |
rote Zwiebeln |
|
2 |
junge Knoblauchzehen |
|
4 EL |
Olivenöl |
|
4 Stiele |
glatte Petersilie |
|
½ Bund |
Koriander |
|
1 Scheibe (ca. 60 g) |
Dinkelbrot (ersatzweise Weizenbrot) |
|
3 bis 4 EL |
Panko-Brösel |
|
1 |
Ei |
|
2 bis 3 EL |
Skyr (oder Magerquark) |
|
1 gehäufter TL |
Backpulver |
|
2 TL |
Koriandersaat |
|
4 |
Kardamomkapseln (Samen ausgelöst) |
|
1 Daumen großes Stück (ca. 40 g) |
Ingwer |
|
1 |
rote Chilischote |
|
1 EL |
mildes Curry (z. B. „Maharadja" von Ingo Holland) |
|
1 |
Bio-Zitrone |
|
3 bis 4 EL |
Sojasauce |
|
4 EL |
Nussbutter |
|
|
Zum Frittieren |
|
300 ml |
Erdnussöl (raffiniert, zum Frittieren) |
|
200 g |
Butterschmalz |
Das Kürbis-Korma
(Für 4 Portionen)
| Menge | Zutat |
|---|---|
|
½ mittelgroßer (ca. 300 g) |
Hokkaido-Kürbis |
|
2 mittelgroße |
milde Zwiebeln (z. B. „Roscoff“-Zwiebel) |
|
2 |
junge Knoblauchzehen |
|
2 EL |
Ingwer (fein geschnitten) |
|
4 EL |
neutrales Öl (z. B. Erdnussöl oder Sonnenblumen-Öl) |
|
2 EL |
Zucker |
|
2 EL |
Reisessig (oder milder Condimento Bianco) |
|
250 g |
Baby-Spinat |
|
2 kleine |
Pak Choi |
|
1 mittelgroße |
Möhre |
|
4 |
Schalotten |
|
2 Stangen |
Zitronengras |
|
8 |
Kaffir-Limettenblätter (Asia-Laden) |
|
8 |
Curry-Blätter (optional, Asia-Laden) |
|
2 TL |
gelbe Currypaste |
|
Gewürzmischung |
2 Sternanis, 2 TL Koriandersaat, 4 Kardamomkapseln, 1 Stück Zimt |
|
400 ml |
Kokosmilch |
|
200 ml |
Geflügelfond (oder Gemüsefond) |
|
4 EL |
Soja-Sauce |
|
4 EL |
Teriyaki-Sauce |
|
2 |
Bio-Limetten |
|
1 Hand voll |
Macadamia-Nüsse |
|
|
Pfeffer, Salz |
Deftige Krapfen, Bällchen oder Falafel werden in vielen Ländern gebacken. Meine Rezeptur habe ich in einem ayurvedischen Kochbuch gefunden, und sie stammt aus dem Süden Indiens: „Masala Vadai“, lässig ausgedrückt „würziger Linsenfritter“. Meine Linsen-Krapfen enthalten Tellerlinsen, die in diesem Fall nicht aus Indien herangeschippert wurden, sondern im heimischen Bliesgau „um die Ecke“ gewachsen sind. Frittiert werden die Krapfen sehr knusprig, sollten jedoch bald nach dem Ausbacken aufgegessen werden. Zwar schmecken sie auch kalt noch sehr gut, die gesunden Inhaltsstoffe bleiben erhalten, doch sie sind nicht mehr kross und knusprig. Somit geht ein Teil ihres kulinarischen Charmes verloren!