Brezel-Weißwurstsalat mit Radieschen

Brezel-Weißwurstsalat mit Radieschen

Brezel-Weißwurstsalat mit Radieschen

11. September 2015

Gestern Nachmittag fragte mich eine Nachbarin, ob ich nicht Verwendung für Weißwürste und Laugenbrezeln hätte. Sie waren bei einem Frühschoppen, zu dem sie eingeladen hatte, übrig geblieben. Ich nahm dankend an und beschloss nach kurzen Nachdenken, dass mir die klassische Darreichungsform zu simpel für ein Abendbrot war. Ich würde einen Salat daraus zu zaubern. Radieschen, rote Zwiebeln, 1 Paprikaschote und eine kleine Menge Blattsalat waren noch im Kühlschrank. Tomaten sind im Sommer immer da. Also gab es die bayerische Version eines Brotsalates.

Die Kombination von geröstetem Brot und Salatzutaten, wie Tomaten, Bohnenkernen, grünen Bohnen, Mozzarella, Rucola oder Ähnlichem sowie einer Vinaigrette, ist ja schon vor längerer Zeit aus dem Mittelmeerraum zu uns gekommen und findet in vielen Rezepturen Niederschlag. Auch die Beigabe von Croutons zu Salaten ist mittlerweile Gang und Gäbe. Ob es jetzt ein Nizzasalat ist oder einfach nur Feldsalat: Die Knusperei als Topping bewährt sich immer. Nun kommt eben statt Baguette und Konsorten einmal die gute alte Laugenbrezel zum Einsatz.

  1. Laugenbrezeln in Scheiben schneiden.
  2. Brezelscheiben in einer Pfanne langsam darren. Dann Hitze höher stellen und mit Olivenöl knusprig braten.
  3. Weißwürste pellen, in Scheiben schneiden und knusprig braun braten.
  4. Radieschen und Zwiebel in feine Scheiben hobeln.
  5. Salat und Schnittlauch verlesen. Schnittlauch in feine und gleichmäßige Röllchen schneiden.
  6. Paprika enthäuten und in Streifen schneiden. Kirschtomaten halbieren.
  7. Mit Dressing durchziehen lassen.
  8. Kurz vor dem Servieren Weißwurstscheiben und Tomatenhälften dazugeben. Salatblättchen vorsichtig unterheben.
  9. Restlichen Schnittlauch darüber geben.

Aus den teigigeren Teilen der Laugenbrezeln ca. 1 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Den knusprigen inneren Teil der Brezeln trocknen und beim nächsten Zubereiten von Semmelbröseln mit verwenden. Übrigens werde ich beim nächsten Mal, und das wird es ganz sicher geben, Laugenstangen verwenden. Dann wird nämlich das Ergebnis gleichmäßiger. Die Brezelscheiben nun bei ganz kleiner Hitze in einer Pfanne langsam darren. Sie sollen möglichst viel Flüssigkeit verlieren. Wenn dies zur Zufriedenheit geschehen ist, wird die Hitze höher gestellt, ein guter Schuss Olivenöl kommt hinzu und die Scheibchen werden goldbraun und knusprig gebraten. Abkühlen lassen und bitte während der weiteren Zubereitungszeit nicht schon alle naschen!

Die Weißwürste werden gepellt, ebenfalls in Scheiben geschnitten und in einer Pfanne mit etwas Pflanzenöl ganz langsam knusprig braun gebraten. Sie dürfen gerne kräftig Farbe nehmen. Gebratene Weißwürstchen schmecken mir viel besser als die üblicherweise eher laschen, in der Terrine servierten. Sie sind wesentlich aromatischer!

Die Radieschen werden ganz oder halbiert in feine Scheiben gehobelt. Mit der halbierten roten Zwiebel geschieht das ebenso. Salat und Schnittlauch werden verlesen, gewaschen und trocken geschleudert. Der Schnittlauch wird in ganz feine und gleichmäßige Röllchen geschnitten.

Die Paprika wird mit dem Sparschäler enthäutet und in Streifen geschnitten. Die Kirschtomaten werden halbiert.

Nun wird das Dressing angerührt und mit den Radieschen und den roten Zwiebeln, der Paprika sowie einem Teil des Schnittlauchs vermischt. 10 Minuten durchziehen lassen. Kurz vor dem Servieren die Weißwurstscheiben und die Tomatenhälften dazugeben. Ganz zum Ende die Salatblättchen vorsichtig unterheben. Alles auf einer Platte anrichten und die Brezelchips dazwischen geben. Den restlichen Schnittlauch darüber geben. Fertig.

Der Salat ist so einfach herzustellen und schmeckt unglaublich gut. Die Mischung aus Frische, Knusprigkeit und den Brataromen der Weißwurst ist unschlagbar. Wenn es um den richtigen Zeitpunkt für die Beigabe der „Brezen“ geht, schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Ich hatte das schon bei meinem Rezept für Tomaten-Brot-Salat geschrieben. Einerseits sind die knusprigen Scheiben für das Mundgefühl der Hammer. Andererseits, das hat der Verzehr eines kleinen Salatrestes etwas später erneut bewiesen, sind die nun mit dem Dressing vollgesaugten Brezelscheiben nicht minder köstlich. Nur eben nicht mehr knusprig. Deshalb ist mein Vorschlag, die eine Hälfte mit marinieren zu lassen, und die zweite Hälfte erst beim Servieren hinzuzugeben. Das ist mein absoluter Favorit!

(Für 2 Personen)

Der Salat

Menge Zutat
4 Weißwürste (für kräftige Esser auch 6 Stück)
2 Laugenbrezeln
1 gelbe Paprikaschote
1 Hand voll Kirschtomaten
1 mittelgroße rote Zwiebel
8 bis 10 mittelgroße Radieschen
2 Hand voll gemischter Babysalat (oder Pflücksalat)
½ Bund Schnittlauch
1 EL Dijon-Senf
1 EL körniger Senf (oder bayerischer Weißwurstsenf)
1 EL Honig
3 bis 4 EL fruchtiger Essig (z. B. Apfelessig)
3 bis 4 EL mildes Olivenöl (oder neutrales Öl)
  Salz
  Pfeffer

Diese Seite wurde zuletzt am 19.01.2018 um 21:15 Uhr aktualisiert.

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