Gemüsesuppe mit Crostini

Gemüsesuppe mit Crostini

Gemüsesuppe mit Crostini

8. August 2015

Gemüsesuppe steht bei uns regelmäßig auf dem Speiseplan. Für mich ist das so etwas, wie eine Lebensgrundlage. Man kann sie aus allen möglichen Zutaten herstellen. Sie wärmt im Winter und schmeckt im Sommer gekühlt super. Schau dir mein Gazpacho-Rezept an. Man kann sie pürieren und mit Sahne, Crème Fraîche oder Kokosmilch anreichern. Oder nur einen Faden feinsten Olivenöls darüber geben. Man kann sich die tollsten Toppings ausdenken. Hier reicht das Spektrum von einem kleinen Kräutersalat oder karamellisierten Radicchiostreifen, Rucola, über Fisch, Schinkenwürfelchen, Maultaschen, Ravioli oder Tortellini. Gerne auch Croutons aus hellem oder dunklem Brot. Oder, wie hier bebildert, Crostini. Diese nach Herzens Lust gestalten. Der Fantasie sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

Für die Suppe nehme ich grundsätzlich alles, was an Gemüse aus dem Kühler weg soll. Auch was außerhalb lagert, wie zum Beispiel Tomaten. In die Gemüsesuppe wandern vor allen Dingen die „Reste“, die andernorts keine Verwendung, oder besser: keine Beachtung gefunden haben. Unter anderem das Grüne vom Lauch oder die Abschnitte, die übrig bleiben, wenn das Gemüse in Form gebracht wird. Aber auch das Innere von Gurke oder Zucchini, das ich stets herausschabe. Und so weiter. Sensible Gemüsereste sammele ich, wie schon oft gesagt, in einem ausreichend großen Behältnis im Froster.

 

  1. Frühlingszwiebeln, Erbsenschoten, Tomaten, weiße Bohnen, Möhren, Kartoffeln, Paprika, Brokkoli, sowie Knoblauch und Ingwer zubereiten.
  2. Kräuter aus dem Garten: Oregano, Petersilie, Liebstöckel, nur als Beispiel. Frische Lorbeerblätter und Wacholderbeeren.
  3. Einige getrocknete Pilze.
  4. Zwiebel oder Frühlingslauch und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen und karamellisieren.
  5. Gemüse dazugeben, Fond angießen.
  6. Suppe pürieren.

In diesem Falle wanderten in den Suppentopf:

Frühlingszwiebeln, Erbsenschoten, Tomaten, weiße Bohnen (Linsen sind auch ganz toll), Möhren, Kartoffeln, Paprika, Brokkoli, sowie Knoblauch und Ingwer. Natürlich auch Kräuter. Was der Garten hergibt. Oregano, Petersilie, Liebstöckel, nur als Beispiel. Immer mit in den Topf müssen frische Lorbeerblätter und Wacholderbeeren. Diese müssen vorher angedrückt werden, damit sie mehr Aroma abgeben. Gerne gebe ich auch einige getrocknete Pilze mit hinein. Am liebsten mag ich Stein- und Shiitake-Pilze.

Folgendes Prozedere ähnelt sich immer: Zwiebel oder Frühlingslauch und Knoblauch (gegebenenfalls Ingwer) in Olivenöl anschwitzen und dann karamellisieren. Das heißt ca. einen Esslöffel Tomatenmark und etwas Zucker, besser noch Puderzucker, hinzugeben und leicht Farbe nehmen lassen. Das vertieft die Aromen.

Dann die Gemüse, die in diesem Falle nicht ganz gleichmäßig und klein gewürfelt sein müssen, dazugeben, salzen, pfeffern und mit Fond angießen. Es muss nicht unbedingt Fond sein. Du stellst ja gerade einen her. Es geht auch mit Wasser. Jedoch stimmt auch hier der Spruch „doppelt hält besser“. Was der Gemüsesuppe auch gut tut, ist ein Schlückchen Weißwein zum Ablöschen. Die Suppe püriere ich entweder mit dem Zauberstab oder, bei größeren Mengen, im Mixer.

Ihrvmerkt, ich komme ins Schwärmen. Ich liebe genau das am Kochen so: Schauen, was da ist, und dann Loslegen. Immer von dem Wissen getragen, was passt und was nicht. Und sich überraschen lassen, was dabei Köstliches herauskommt. Herrlich!

Die Crostini

Eine Leidenschaft von mir. Auch hier geht so ziemlich alles. Bitte schwelgen! Es fängt beim Brot an. Ich habe schon wahnsinnig viel probiert: weißes und dunkles Brot, Baguette oder Rustika, in der Not sogar Toastbrot. Die Scheiben können längs geschnitten (das geht mit einer Brot-Schneidemaschine besonders gut) quer oder schräg geschnitten werden.

Ich habe in Flandern sogar Crostini auf Basis von Rosinenbrot gegessen. Mit altem Gouda, Sardinen, Salatstreifchen und Mayonnaise belegt. Das klingt jetzt zwar krass. Es schmeckte aber köstlich. Seid unerschrocken und tobt euch bitte aus!

Eine Spezialität von mir ist es, auf das kross gebratene Brot zunächst eine Paste zu geben. Das kann Bohnenmus, Erbsenpüree oder Avocadocreme sein. Eine Farce aus Geflügelleber passt auch sehr gut. Oder ganz simpel Mayonnaise. Oben drauf gebe ich als Topping gerne einen Tomaten-Oliven-Salat, einen Paprika-Salami-Salat, marinierte Gambas, Scheiben von der Avocado, Parmaschinken, geräucherten Fisch und vieles mehr. Immer garniert mit Kräutern, die kurz durch eine Salatmarinade gezogen wurden. Lecker schmecken auch grob geriebener Parmesan oder goldbraun geröstete Pinienkerne. Ich wünsche von Herzen freudiges Experimentieren!

(Für so viele Personen, wie die Resteverwertung hergibt smile)

Alles, was zu einem leckeren Resteessen dazugehört und noch vorhanden ist.

Tipp

Wenn das Gemüsesüppchen als Vorspeise gereicht wird, und einem die Crostini als Beilage zu üppig erscheinen, kann man auch dünne Zigarren aus Filoteig zu der Suppe servieren. Diese kann man mit Allerlei füllen, zum Beispiel mit gekräutertem Ziegenfrischkäse oder mit pikant gewürztem Schafskäse. Herrlich schmeckt auch Taleggio als Füllung, denn der wird leicht flüssig und verblüfft beim Hineinbeißen! Die Stänglein in etwas Butterschmalz knusprig ausbacken und noch warm servieren!

Diese Seite wurde zuletzt am 26.01.2018 um 15:37 Uhr aktualisiert.

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