Frittata mit Zucchini und Cabanossi

Frittata mit Zucchini und Cabanossi

Frittata mit Zucchini und Cabanossi

11. September 2015

Ich kann von mir behaupten, dass ich gerne in meinem Haushalt tätig bin. Fensterputzen, Bügeln, Aufräumen, all das. Was ich überhaupt nicht mag: Kühlschrank auswaschen! Und doch muss es ja sein. Ich habe einen sehr großen und meist auch recht vollen Kühlschrank. Uff! Also habe ich mir in meiner Not Folgendes ausgedacht:

Ich durchstöbere den Inhalt meines Kühlschranks ohnehin regelmäßig, damit möglichst nichts umkommt. Bei dieser Gelegenheit räume ich nun immer eine Abteilung leer und reinige diese. Das Reinigen „nach und nach“ tut wesentlich weniger weh, als die komplette Prozedur. Und dann kommt, gewissermaßen als Belohnung, der Teil des Plans, der mir riesengroße Freude bereitet: Ich gebe meiner Kreativität vollen Raum, und denke mir spontan Rezepte zur Resteverwertung aus.

Es kamen im Laufe der Zeit viele ganz tolle Gerichte dabei heraus. Suppen, Eintöpfe, Aufläufe, Tartes, Pastagerichte, Pizzen und die verschiedensten Eierkuchen, auch „Frittata“ oder „Tortilla“ genannt. Kochen nach Rezept ist die eine Sache und das Ausprobieren macht auch auf diesem Wege viel Spaß. Aber das hier, das ist einfach locker, fröhlich und so entspannend wie spannend zugleich.

Die Frittata findet man im Mittelmeerraum in fast jeder Küche. In Spanien habe ich die Tortilla als Tapas in jeder Bar gekostet. Es gibt sicherlich tausende von Rezepturen und Formen. Eher dünn als eine Art Eierkuchen gebacken. Oder dick, fast schon Tortenartig. In einer Auflaufform oder der Pfanne gestockt. Oder chic in kleinen Förmchen im Ofen gegart. Mit allen Sorten von Gemüsen ist sie denkbar. Häufig vertreten ist die Kartoffel. Auch Pastareste gehen gut. Jedoch auch mit Wurst und Schinken kann man punkten. Ebenso mit Bratenresten und kleinen Fleischbällchen. Mit diversen Kräutern, Oliven und Käse. Es gibt sie schließlich auch in Süß mit Obst. Warum nicht? Bei uns gab es ja früher im Sommer auch andauernd Apfel oder Kirschpfannkuchen. Fast alles ist möglich. Toll!

Ich schreibe jetzt kein konkretes Rezept auf. Man braucht halt Eier. Jedoch habe ich gestern ein schnelles Abendbrot hergerichtet, das ich erwähnenswert finde. In die Eiermasse kamen Scheibchen von gekochter Kartoffel und gelber Zucchini sowie zwei klein geschnittene scharfe Cabanossi (vorher ausgelassen) und viel Schnittlauch. Dazu drei Esslöffel von aus einem Reststück geriebenem Parmesankäse. Würzen (immer mit Muskat!) und ab damit in eine Pfanne mit Deckel und auf kleine Flamme.

Im Kühlschrank fand ich noch ein Viertel Spitzkohl und drei Karotten. Die habe ich geraspelt und mit Mayonnaise, Crème Fraiche, Essig, Salz und Zucker zu einer Art „Coleslaw“ verarbeitet. Als Topping auf die Frittata kam ein Klecks saure Sahne, etwas selbstgemachte Acetoreduktion und geröstete Pinienkerne. Es hat super lecker geschmeckt!

Und das Beste: Ich hatte noch was übrig, was ich am nächsten Tag als Mittagsimbiss mit ins Büro nehmen konnte. Kühlschrank in Schuss, alles verwertet und eine leckere Mahlzeit. Das macht einen doch glücklich!

Tipp

Man gibt die Zutaten in die Schüssel mit den aufgeschlagenen Eiern und vermischt sie mit diesen. Dann erst wandert die komplette Masse in die Pfanne. So kann die Eiermasse die Ingredienzien umhüllen und sie sinken nicht allesamt „auf Grund“.

Diese Seite wurde zuletzt am 19.01.2018 um 20:54 Uhr aktualisiert.

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